Handwerk und Produktionswerkstätten


Vereinsinterne Handwerks und Produktionswerkstätten sind Anfangs meist in Einfamilienhäusern, Bauernhöfen und Garagen untergebracht.  In ihnen entstehen Innovative Projekte und Produkte, fern ab von Normen, Massenwaren, Leistungsdruck, Auftragsvolumen, und Hierarchiestrukturen.   

 

Grundsätzlich soll auch in ausgebauten Handwerks und Produktionswerkstätten, die Möglichkeiten geboten werden, sich selbst zu verwirklichen. Diese Selbstverwirklichung soll dann in den Waren zum Ausdruck kommen. Es gibt darin keine fixen Produktionszeiten oder fixe Beschäftigte. Es sind offene Herstellungsräume die jeder nach Verfügbarkeit nützen kann. Vorausschickend sei erwähnt, dass in den meisten bestehenden Räumen einen Nutzungsplan vorliegt, der von den Nutzern der Räumlichkeiten selbst erstellt wird. Jeder kann sich in Produktionsprozesse einbringen oder neue beginnen.

Vereinsinterne Handwerks und Produktionswerkstätten werden immer dem Vereinskodex verpflichtend geführt. Sie werden möglichst Autark betrieben, und werden daher in Kreisläufen gemessen.


Nutzung


Werden Räumlichkeiten nur von einem Menschen genützt, so hat dieser den ursprünglichen Zustand des Raumes wieder herzustellen. Werden überschneidende Tätigkeiten, von mehreren Menschen ausgeführt so haben sich die Nutzer im Vorfeld darüber zu einigen, wer wann und wie die Räumlichkeiten verlässt. Sind in einer Produktionswerkstätte ein oder mehrere Fixer im Nutzerplan eingetragen ist/sind dieser/diese so eine Art Hausverwalter. Er/Sie  verwaltet in den meisten Fällen auch den Nutzungsplan, die Maschinen, den Lagerbestand usw. Der Nutzerplan ist vergleichbar mit einem Buchungsplan eines Hotels. Er spiegelt die Auslastung einer Werkstätte wieder.


3 Arten von Nutzern


N-Nutzer

(Neue Nutzer)sind jene, die noch nie in einer Handwerk/Produktionswerkstätte gearbeitet haben. Für sie ist es  auch sehr empfehlenswert einmal nur vorbeizukommen, anschauen und vielleicht schon ein bisschen mitarbeiten, wenn man meint das man eine Tätigkeit schon ein bisschen kann od. Spaß macht.

Springer

Sind jene, die in verschiedenen Branchen tätig sind, sie sind einmal da und einmal dort. Sie lieben die Vielfalt, die ihnen die Neue Arbeitswelt und Produktionswerkstätten eröffnen. Sie sind diejenigen, die von dieser Art der Arbeitsmöglichkeiten am meisten profitieren, weil sie bei uns nicht mehr beschränkt und herabreduziert werden, auf die vom System vorgegebenen Selbstbilder, Rollen, und Identitäten.

 

 

Fixer

Sind meist Menschen die mit der Vielfältigkeit der Arbeitsmöglichkeiten nicht so viel am Hut haben, sie bevorzugen klare, vorgegebene, geordnete Strukturen. Sie sind auch diejenigen, die meistens einen erlernten Beruf mitbringen und ihn mit Leidenschaft verfolgen, sie identifizieren sich mit ihrer Tätigkeit und ihren hergestellten Waren, sie sind stolz darauf. Sie Arbeiten meist täglich mit Freude,  in ein und derselben Arbeitsstätte.

 

 

 


Kosten


Anfallende kosten für Nutzer sind nur die externen die sie selbst verursachen, oder die, die von der Handwerkstätte extern zur Verfügung gestellt werden müssen.

Ziel jeder Handwerks und Produktionswerkstätte ist jedoch, das sie keine Kosten mehr verursachen, und beitragen, regional flächendeckend, die Menschen mit Waren versorgen können, inkl. des Sicherungsbestandes. Ist dieses Ziel erreicht, sind alle darin erzeugten Waren, kostenlos bereit zu stellen. Bestehen Bestrebungen mehr zu produzieren als die regionale Nachfrage erfordert, muss dies in einer Mitgliederversammlung mit Berücksichtigung auf Zeit oder Ressourcen beschlossen werden. Dieser Überproduktion an Waren(Wert) dient ausschließlich der Gemeinschaft zur  regionalen Reichtums-Bildung. Es darf kein privater sowie persönlicher materieller Vorteil daraus entstehen.