Vereinsstatuten


 

§ 1: Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

 (1)   Der Verein  führt den Namen ”Freie Menschen – Freie Arbeit“.

 (2)   Er hat seinen Sitz in 4800 Attnang-Pucheim Ulmenweg 4 und erstreckt seine

        Hauptätigkeit auf den Stadtgemeindebereich Attnang-Puchheim.

 (3)   Die Errichtung von Zweigvereinen ist nicht beabsichtigt.

 

 § 2: Zweck und Ziel

 

Zweck:

ist eine Unterstützung von Menschen in Not, und Sorgen (nicht aber Luxussorgen) und bei Problemen jeglicher Art.

 

Ziel:

Des Vereines ist es, Lebensnotwendiges Wissen zu vermitteln. Wie in Bereichen des Gemüseanbaus und Ernte, Tierhaltung und Schlachtung, Erzeugung von Lebensmittel und Herstellung von Waren aller Art. Wir sehen es als eine Notwendigkeit an, solches Wissen den Menschen wieder näher zu bringen, da es in Zukunft immer mehr Menschen geben wird, die kein Auskommen mit dem Einkommen mehr haben werden, und dadurch an den Rand der Gesellschaft gelangen. Aus dieser Sichtweise heraus, möchten wir die Menschen dazu bewegen, sich zu formieren und zu strukturieren, um ihre Grundnahrungsmittel und ihr Lebensnotwendiges, selbst herzustellen zu können. Nur so, sind sie auch in der Lage, für schwierige Zeiten ein wenig gerüstet zu sein. Begründung: Die Industrie produziert seit Jahrzehnten, immer mehr Waren, mit immer weniger Arbeit, was einen Überschuss an Arbeitszeit freisetzt, die Sinnvoll genutzt werden soll. Im Hinblick auf den enormen Ressourcenverbrauch und die immer weniger werdenden staatlichen Sozialleistungen, sehen wir uns dadurch gezwungen, vorausschauend zu handeln

Bei allen Vereinstätigkeiten, liegt es in der Hand, jedes einzelnen Mitglieds, was getan werden soll, und die Art, wie und wann es getan werden soll.  Diese Dinge müssen jedoch gelernt werden, und folglich auch gelehrt werden, so nehmen wir als Verein eine essentielle Sozialfunktion ein, die von Bildungseinrichtungen/Hochschulen nicht gelehrt wird. 

 

(1)   Wir sehen unsere Tätigkeit  nicht als Mittel zum Geldverdienen, sondern als Mittel zur Arbeit. Also dem Selbstzweck dienend.

 

(2)   Dieser Selbstzweck soll ein Leben ermöglichen, mit geringeren Existenzsorgen, mit Rücksicht auf vorhandene Ressourcen. Hierin sehen wir auch eine unsere Aufgaben, ohne belehrend, führend, od. bestimmend zu sein.

 

(3)   Wir wollen die Menschen auf ihre Schwierigkeiten so  vorbereiten, dass sie ihre bevorstehende Überflüssigkeit in der Wirtschaft, und den damit verbundenen Geldmangel, mit Kreativität, Orientierungsfähigkeit und Eigeninitiative begegnen können. Den diese Überflüssigkeit, stellt immer mehr freie Zeit zur Verfügung, in der sich jeder einzelne, seiner Erfindung Schöpfung Planung und intellektuellen Erkenntnis  entwickeln kann und soll.

 

(4)   Wir glauben nicht an eine unendliche Ausbeutung der Ressourcen, und an ein unendliches Wachstum. Auch nicht an deren Systeme und Strukturen.

 

(5)   Wir glauben an die Menschen, mit ihren Fähigkeiten und Kenntnissen und an ihr  selbstorganisierendes kollektives Handeln.

 

 

§ 3: Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks

 Der Vereinszweck soll durch die in den Abs. 2 und 3 angeführten ideellen und materiellen Mittel

 erreicht werden.

 a)   Weitergabe von Wissen an Mitglieder

 b)   Alle Vereinstätigkeiten dienen der Gemeinsamen Reichtumsbildung für  Mitglieder

 c)   Achtung und Wahrung des Vereinskodex

 d)   Informationsveranstaltungen

 e)  Gruppenförderung

 f)   Unterstützung von Projekten

 g)   Förderung zu Umweltbewussten handeln

 h)  Kostenlose Weitergabe von nicht kalkulierbaren Überschüssen, in der Erzeugung von

       Grundnahrungsmitteln an die Mitglieder.

 i)   Einführung von Vereinsinternen Rechtssystemen unter Wahrung des herrschenden

       Rechtssystems die den Menschen helfen sollen sich zu  organisieren.  

 

 .   Begründung:

     Solange in politologischen  Theorien kein Platz für Selbstorganisiertes    

kollektives Handeln ist, kann man nicht erkennen, wie wichtig  für Selbstorganisierte  

Gruppen Rechtssysteme sind, um Kontrakte zu überwachen und durchzusetzen. Bisher

kann  man die Entwicklungshilfe durchforsten man findet nichts.

 

 Als ideelle Mittel dienen

 a)      Wahrung und Einhaltung der  Menschenrechte

 b)      Alle Handlungen der Mitglieder für den Verein, dienen dem Gemeinwohl

 c)      Belohnungssystem bei vorsorglichem Verzicht auf Verpackung

 d)     Belohnungssystem bei Fortbewegung zu Fuß oder mit dem Rad

 e)      Alles Wissen ist frei zugänglich, keine Patente und kein Urheberrecht

 f)       Vereinsinterne Bank-Dienstleistungen sind nicht erwünscht

 g)      Umgangssprachlich soll das Wort Person durch Mensch bevorzugt werden

 h)      Umgangssprachlich soll das Wort Sozial nicht mehr im Zusammenhang mit Geld genannt werden

 

 

 

(2)   Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch

 a)      Förderbeiträge

 b)      Spenden

 c)      Erträgnisse aus Vereinseigenen Veranstaltungen

 d)     Erträgnisse aus Vereinseigenen Unternehmungen

 e)      Sachgüter/Leihgüter

 f)       Sammlungen

 g)      Vermächtnissen

 h)      Sonstige Zuwendungen

 

§ 4: Arten der Mitgliedschaft

 (1)   Mitglieder sind alle Menschen, die in der Mitgliedsliste geführt werden.

 (2)   Regionalmitglieder sind Menschen die ihren Hauptwohnsitz in  der Stadtgemeinde Attnang-Puchheim haben.

 (3)   Nachbarmitglieder sind Menschen, die einer angrenzenden Gemeinde angehören.

 (4)   Ergänzungsmitglieder sind jene die nicht Punkt 2 und 3 entsprechen. Sie sind meist Ressourcenlieferer oder Dienstleister.

 (5)   Sympathisanten sind all jene Menschen die nicht in der Mitgliedsliste geführt werden, den Verein dennoch unterstützen.  

  

§ 5: Erwerb der Mitgliedschaft

 (1)  Mitglieder des Vereins können alle Menschen dieser Welt werden.

       unter Anerkennung und Wahrung des Vereinskodex.

(2) Mitglied wird man durch den Eintrag in die öffentlich einsehbare Mitgliederliste und durch die 

  Unterzeichnung des Vereinskodex. Der Eintrag in die Mitgliederliste ist weiters an eine Jahreseinzahlung von € 24.- gebunden. Dieser Betrag wird in jedem Neuen Kalenderjahr fällig. Verbunden mit dieser Eintragung ist auch eine einmalige Lastschrift, für jedes Neue Mitglied

      von € 1000.- diese soll das Mitglied dazu ermutigen aktiv am Vereins-leben Teilzunehmen. Bei einem vorzeitigen Austritt wird der Rest dieser Lastschrift von den Vereinsmitgliedern selbst eingefordert durch eine Abstimmung über die Art der Begleichung.

 (3) Bestätigt wird die Mitgliedschaft während der Durchführung eines (einmal im Jahr stattfindenden)   Rituals/Zeremonie vor anwesenden Regional Mitgliedern und dem Vorstand.

 (4) Über die Aufnahme von neuen Mitgliedern entscheiden nur Regional Mitglieder. Einmal im Monat bei einer öffentlichen regionalen Versammlung. Alle interessierten Regional Mitglieder können bei dieser öffentlichen Abstimmung teilnehmen. Die Aufnahme kann nicht ohne Angabe von Gründen verweigert werden. Diese Abstimmung wird sofort wirksam.

 (5)  Ergänzungsmitglieder und Sympathiesanten sind zur Stimmabgabe wie in §5Abs.3 und 4. nicht zugelassen.

  

§ 6: Beendigung der Mitgliedschaft

 (1)   Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, oder durch freiwilligen Austritt.

 (2)   Ein Austritt kann jederzeit dem Vorstand gemeldet werden und wird als Audiodatei festgehalten. Sie ist unter Audioprotokoll-Austritt aufgelistet. 

 (3)   Der Ausschluss eines Mitglieds aus dem Verein kann von Mitgliedern auch wegen grober Verletzung von Mitgliedspflichten und wegen unehrenhaften Verhaltens (Kodexbruch) beantragt werden.

  

§ 7: Rechte und Pflichten der Mitglieder

 (1)   Jedes Mitglied hat das Recht im Sinne seiner Kenntnisse, Fähigkeiten und  Fertigkeiten Tätigkeiten für den Verein durch zu führen, unter Beachtung des Vereinskodex.

 (2)   Jedes Mitglied handelt Autark und in anarchistischen Strukturen.

 (3)   Alle Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen und Einrichtungen des Vereins zu beanspruchen.

 (4)   Das Stimmrecht in der Generalversammlung sowie das Wahlrecht steht nur regionalen Mitgliedern zu. Jedes Mitglied ist berechtigt, vom Vorstand die Ausfolgung der Statuten in Papierform zu verlangen.

 (5)   Alle regional anwesenden Mitglieder werden bei jeder Generalversammlung vom Vorstand über die Tätigkeit und finanzielle Lage des Vereins informiert.

 (6)   Alle regionalen Mitglieder werden vom Vorstand unter Einbeziehung des Cashers über den geprüften Rechnungsabschluss (Rechnungslegung) informiert.

 (7)   Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins Abbruch erleiden könnte. Weiter´s haben sie den Vereinskodex und die Beschlüsse der Generalversammlung zu wahren, die sie beschlossen haben.

 (8)   Jedes Mitglied ist verpflichtet bei Ernennung (Ziehung) die Aufgaben einer Schlichtungseinrichtung anzunehmen.

 

§ 8: Vereinsorgane

 Organe des Vereins sind Regionale Mitglieder. Der Vorstand bestehend aus Obmann(Header)und Stv.,

 die Schriftführer (Schreiberling) die Rechnungsprüfer (Casher).

  

§ 9: Generalversammlung/Regionalversammlung

 (1)   Die Generalversammlung ist die „Mitgliederversammlung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002.       Eine ordentliche Generalversammlung findet einmal im Jahr statt.

 (2)   Zu den monatlichen Regionalversammlungen sind alle Mitglieder in Selbstverantwortung eingeladen. Sie behandelt Gruppen, Projekt und administratorische Problemstellungen während des laufenden Jahres. Für den Vorstand besteht Teilnahmezwang.  Die Tagesordnung erhält jeder anwesende.

 (3)   Anträge zur General/Regional -Versammlung sind direkt vor der Versammlung beim Vorstand einzureichen.

 (4)   Gültige Beschlüsse werden nur auf der Generalversammlung bestätigt und gefasst.

        In der Generalversammlung sind alle anwesenden Mitglieder teilnahmeberechtigt. Jedes Mitglied  hat eine Stimme. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied ist nicht zulässig.

 (5)   Die General/Regional - Versammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden und  Erschienenen beschlussfähig.

 (6)   Die Wahlen und die Beschlussfassungen in der General/Regional -Versammlung erfolgen in der Regel mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Beschlüsse, mit denen das Statut, der Kodex geändert werden, oder der Verein aufgelöst werden sollen, bedürfen jedoch einer regionalen Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen.

 

(7)   Den Vorsitz und die Moderation in der Generalversammlung führt der Header, in dessen Verhinderung sein Stellvertreter. Wenn auch dieser verhindert ist, so führt das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.

  

§ 10: Aufgaben der Generalversammlung

 

Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:

 a)      Beschlussfassung über den Voranschlag;

 b)      Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses unter Einbindung der Cashprüfer;

 c)      Wahl und Enthebungsdurchführung der Mitglieder des Vorstands und des Cashprüfer;

 d)     Genehmigung von Rechtsgeschäften zwischen Cashprüfern und Verein;

 e)      Entlastung des Vorstands;

 f)       Verleihung und Aberkennung von Auszeichnungen

 g)      Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige Auflösung des Vereins;

 h)      Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen.

  

§ 11: Vorstand

 (1)   Der Vorstand besteht aus sechs Mitgliedern, aus Header und Stellvertreter, Schreiberling und Stellvertreter sowie Casher und Stellvertreter.

 (2)   Der Vorstand wird von der Generalversammlung gewählt und darf keine Doppelfunktion ausüben . Der Vorstand hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitglieds das Recht, an seine Stelle ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist. Fällt der Vorstand ohne Selbstergänzung durch Kooptierung überhaupt oder auf unvorhersehbar lange Zeit aus, so ist jeder Cashprüfer verpflichtet, bei der nächsten Generalversammlung eine Neuwahl des Vorstandes durch zu führen. Sollten auch der Cashprüfer handlungsunfähig sein, hat jedes Mitglied, das die Notsituation erkennt, unverzüglich die Bestellung eines Vertreters beim zuständigen Gericht zu beantragen, der umgehend eine Generalversammlung einzuberufen hat.

 (3)   Die Funktionsperiode des Vorstands beträgt 1 Jahr; Wiederwahl ist möglich. Jede Funktion im Vorstand ist persönlich und Ehrenamtlich auszuüben.

 (4)   Der Vorstand wird vom Header, bei Verhinderung von seinem Stellvertreter, mündlich einberufen. Ist auch dieser auf unvorhersehbar lange Zeit verhindert, darf jedes sonstige Vorstandsmitglied den Vorstand einberufen.

 (5)   Der Vorstand alleine ist nie beschlussfähig.

 (6)   Beschlüsse werden vom Vorstand nur bestätigt und nur bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.

 (7)   Den Vorsitz führt der Header, bei Verhinderung sein Stellvertreter. Ist auch dieser verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Vorstandsmitglied oder jenem Vorstandsmitglied, das die übrigen Vorstandsmitglieder mehrheitlich dazu bestimmen.

 (8)   Durch den Tod, Enthebung (Abs. 9), Rücktritt (Abs.10) und Ablauf der Funktionsperiode (Abs. 3) erlischt die Funktion eines Vorstandsmitglieds.

 (9)   Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder entheben. Die Enthebung tritt mit Bestellung des neuen Vorstands bzw. Vorstandsmitglieds in Kraft.

 (10)Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich u. mündlich ihren Rücktritt erklären.

  

§ 12: Aufgaben des Vorstands

 

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Er ist das „Leitungsorgan“ im Sinne des

Vereinsgesetzes 2002. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen

Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende

Angelegenheiten:

 (1)   Einrichtung eines den Anforderungen des Vereins entsprechenden Rechnungswesens mit laufender Aufzeichnung der Einnahmen/Ausgaben und Führung eines Vermögensverzeichnisses als Mindesterfordernis;

 (2)   Erstellung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses;

 (3)   Terminfestlegung der Generalversammlung

 (4)   Information der Vereinsmitglieder über die Vereinstätigkeit, die Vereinsgebarung und den geprüften Rechnungsabschluss;

 (5)   Verwaltung des Vereinsvermögens

 (6)   Bestimmung der Schlichtungseinrichtung -  durch öffentliche Ziehung von 3 Mitgliedern.

  

§ 13: Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder

 (1)   Der Header führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Der Schreiberling unterstützt den Header bei der Führung der Vereinsgeschäfte.

 (2)   Der Header vertritt den Verein nach außen. Schriftliche Ausfertigungen des Vereins bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Unterschriften des Headers und des Schreiberling. In Geldangelegenheiten (Vermögenswerte Dispositionen) des Headers und des Chashers. Rechtsgeschäfte zwischen Vorstandsmitgliedern und Verein bedürfen der Zustimmung aller Vorstandsmitglieder.

 (3)   Rechtsgeschäftliche Bevollmächtigungen, den Verein nach außen zu vertreten bzw. für ihn zu zeichnen, werden  ausschließlich schriftlich vom Header erteilt.

 (4)   Bei Gefahr im Verzug ist der Header berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstands fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen

 (5)   Der Header führt den Vorsitz in der Generalversammlung und im Vorstand.

 (6)   Der Schreiberling führt die Protokolle der Generalversammlung und des Vorstands.

 (7)   Der Casher ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich.

 (8)   Im Fall der Verhinderung treten an die Stelle des Headers, der Schreiberling oder der Casher  ihre Stellvertreter.

  

§ 14: Rechnungsprüfer

 (1)   Zwei Cashprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von 1 Jahr gewählt. Wiederwahl ist möglich. Die Cashprüfer dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Prüfung ist.

 (2)   Den Cashprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den Cashprüfern die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die Cashprüfer haben dem Vorstand über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.

 (3)   Rechtsgeschäfte zwischen Cashprüfern und Verein bedürfen der Genehmigung des Headers. Im Übrigen gelten für die Cashprüfer die Bestimmungen des § 11 Abs. 8 bis 10 sinngemäß.

  

§ 15: Schlichtungseinrichtung

 (1)   Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist die vereinsinterne Schlichtungseinrichtung berufen. Es ist eine „Schlichtungseinrichtung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und kein Schiedsgericht nach den §§ 577 ff ZPO.

 (2)   Die Schlichtungseinrichtung Moderiert das Verfahren und setzt sich aus drei Vereinsmitgliedern zusammen. Sie werden durch das Los bestimmt.  Über Aufforderung durch die Schlichtungsmoderatoren haben beide Streitteile die Möglichkeit ihren Streitgrund bei einer General/Regionalversammlung vorzubringen. Anschließend wird unter allen Anwesenden abgestimmt. Alle anwesenden verpflichten sich  nach bestem Wissen und Gewissen ihr Urteil abgegeben zu haben.  Bei Stimmengleichheit entscheiden die 3 Stimmen der einberufenen Moderatoren. Abstimmen dürfen nur Mitglieder die keiner Befangenheit gegenüber dem Streitgrund und deren Menschen angehören.

 (3)   Die Schlichtungsmoderatoren verkünden das Abstimmungsergebnis. Das Abstimmungsergebnis ist vereinsintern sofort wirksam und wird an die Zuständige Ordnungseinrichtung weiter gegeben.

  

§ 16: Freiwillige Auflösung des Vereins

 (1)   Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer Generalversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.  

 (2)   Diese Generalversammlung hat auch – sofern Vereinsvermögen vorhanden ist – über deren Abwicklung zu beschließen. Insbesondere hat sie einen Abwickler zu berufen und einen Beschluss darüber zu fassen, wem dieses nach Abdeckung des Passiven verbleibenden Vereinsvermögen zu übertragen ist. Dieses Vermögen soll, soweit dies möglich und erlaubt ist, den Mitgliedern oder einer Organisation in Österreich zufallen, die gleiche oder ähnliche Zwecke wie dieser Verein verfolgt, an sonst Zwecken der Sozialhilfe.